St. Johannes der Täufer Horressen-Elgendorf

Die Pfarrvikarie St. Johannes der Täufer erstreckt sich über die Montabäurer Stadtteile Horressen und Elgendorf. In Horressen befindet sich die Pfarrkirche St. Johannes der Täufer, in Elgendorf die Filialkirche Maria Geburt.

Zur Pfarrvikarie gehören heute über 2.200 Katholiken. Kontaktperson für Horressen-Elgendorf ist Pastoralreferent Markus Neust. Im Rahmen der Bildung der Pfarrei Neuen Typs haben alle Seelsorger auch überörtliche Zuständigkeiten.

In den folgenden Zeilen wollen wir die Historie und die beiden Kirchen unserer Pfarrvikarie kurz vorstellen.

Kleine Geschichte der Pfarrvikarie

Beide Orte der Pfarrvikarie sind schon im 12. Jahrhundert urkundlich belegt. Sie gehörten zum Kirchspiel Montabaur. Die Einwohner von Horressen und Elgendorf konnten nur dort zum Gottesdienst gehen.
1630 wurde in Elgendorf auf dem “Backes” die erste Kapelle errichtet, die im 19. Jahrhundert erweitert wurde. Ab 1850 durfte dort das Allerheiligste aufbewahrt werden. Wann die erste Horresser Kapelle errichtet wurde, ist nicht mehr bekannt. Sicher ist nur, dass sie auf dem heutigen „Bäckers Eck“ gestanden hat. 1870 wurde auf dem heutigen Feuerwehrplatz eine neue Kapelle errichtet. Seit 1913 durfte dort das Allerheiligste aufbewahrt werden.

Elgendorf wurde 1904 Kapellengemeinde, Horressen 1912. Beide gehörten als Filialgemeinden zur Pfarrei St. Peter in Ketten in Montabaur. Das Bevölkerungswachstum der beiden Orte machte im 20. Jahrhundert Neubauten der zu klein gewordenen Kapellen nötig. 1901 wurde in Elgendorf eine neue Kirche errichtet. Sie befand sich bereits auf dem Platz der heutigen Kirche. Schon 1947 wurde eine Erweiterung dieser abermals zu klein gewordenen Kapelle nötig. Zwei Jahre später wurde in Horressen mit dem Bau der heutigen Kirche begonnen. Als Gelände wählte man das ehemalige Gelände des Arbeitsdienstes, da der Platz am alten Ort nicht mehr ausgereicht hätte. Die Bauarbeiten zogen sich bis in das Jahr 1952 hin.

Nachdem die Anzahl der Katholiken in beiden Gemeinden Anfang der 50er Jahre bereits auf ca. 1500 Katholiken gestiegen war, wurde im Herbst 1951 über die Zusammenlegung der beiden Gemeinden zu einer Pfarrvikarie und damit die Loslösung von Montabaur diskutiert. Nachdem der Montabäurer Pfarrer Alois Breidling die Teilung nach anfänglichen Vorbehalten der Montabäurer befürwortet hatte, wollte man die Errichtung der neuen Pfarrvikarie zusammen mit der Weihe der neuen Kirche am 14. April 1952 in Horressen begehen. Rechtliche Probleme verzögerten die Errichtung jedoch, so dass die Errichtung der neuen Pfarrvikarie erst am 1. Juli 1952 erfolgte. Horressen und Elgendorf wurden zudem aus der Kirchengemeinde Montabaur ausgegliedert und bildeten fortan eine gemeinsame Kirchengemeinde.
Kirchengemeinden im rechtlichen Sinn sind nicht zu verwechseln mit dem Begriff der Pfarrei oder Pfarrvikarie. Die Kirchengemeinde ist keine kirchliche Organisationseinheit, sondern dem Staatskirchenrecht Deutschlands geschuldet und insofern eine deutsche Eigenart. Sie fungieren im Verhältnis zum Staat als Vermögensträger der Pfarrei bzw Pfarrvikarie. Nur mit der Ausgliederung aus der Kirchengemeinde Montabaur konnte die neue Pfarrvikarie vermögensrechtlich selbstständig werden.

1976 wurde die Kirchengemeinde Horressen-Elgendorf in zwei Kirchengemeinden, nämlich Montabaur-Horressen und Montabaur-Elgendorf geteilt, so dass innerhalb der Pfarrvikari nun zwei Kirchengemeinden bestanden. Dies war nach der Einführung der synodalen Gremien nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil von erheblicher Bedeutung, da nach der Limburger Synodalordnung die Kirchenverwaltungsräte von den Pfarrgemeinderäten gewählt werden. Da jede Kirchengemeinde einen Verwaltungsrat haben muss, bestanden in der Pfarrvikarie fortan auch zwei Pfarrgemeinderäte.

Schon am 1. Februar 1952 aber hatte Lokalkaplan Johannes Dorth sein Amt in Horressen und Elgendorf angetreten. Da die Pfarrvikarie noch nicht bestand, wurde er Kaplan in Montabaur mit der regionalen Zuständigkeit für Horressen und Elgendorf. Nach erfolgter Errichtung der Pfarrvikarie wurde er der erste Pfarrvikar. Ihm folgte 1956 Leopold Rücker, der 1964 vom bislang letzten Pfarrvikar Walter Hasselbach abgelöst wurde.

Die Kirche in Elgendorf musste 1969 wegen Baufälligkeit geschlossen werden. 1972 wurde mit dem Bau der heutigen Kirche begonnen, der 1974 fertig gestellt wurde.

Nach 1979 wurde die Pfarrvikarie nicht mehr mehr einem Priester besetzt. Als Seelsorger wirkte bis zu seinem Tod 1992 Oberstudienrat Lothar Kleinjohann als Hilfsgeistlicher (vicarius cooperator) in Horressen und Elgendorf. Die Aufsicht über die Pfarrei ging wieder auf den Pfarrer von Montabaur über. Bei der Seelsorge konnte seit 1979 auch auf Pastoral- bzw Gemeindereferenten zurückgegriffen werden. 1990 kam zudem mit Alwin Schoden erstmals ein Ständiger Diakon in die Pfarrvikarie. 1996 wurde er zum Pfarrbeauftragten ernannt. Der Pfarrbeauftragte leitet eine Pfarrei selbstständig nach Kanon 517 § 2 des kirchlichen Gesetzbuchs (CIC), die priesterlichen Dienste werden vom Pfarrer einer Nachbarpfarrei übernommen, der dann auch als Leitender Priester amtiert. Dieser Aufgabe fällt seitdem den Pfarrern von Montabaur zu. Auf Diakon Schoden folgte im Jahr 2001 Dieter Wittemann, der 2005 die Weihe zum Ständigen Diakon empfing.

Die Teilung der Kirchengemeinden von 1976 wurde zum 1. Januar 2007 im Rahmen des diözesanen Projekts “Sparen und Erneuern” wieder rückgängig gemacht. Seitdem existiert auf dem Gebiet der Pfarrvikarie auch nur noch eine Kirchengemeinde, die die Bezeichnung “St. Johannes der Täufer, Horressen und Elgendorf” führt. Zusammen mit der Pfarrei Montabaur bildet sie einen Pastoralen Raum (Pfarrverband).

Mit Wirkung zum 01.01.2017 wird die Pfarrvikarie Bestandteil der Pfarrei St. Peter Montabaur. Die Seelsorge wird nun im Bereich der neuen Pfarrei gemeinsam ausgeübt.

Die Pfarrkirche St. Johannes der Täufer in Horressen

Pfarrkirche St. Johannes der Täufer in HorressenDie heutige Pfarrkirche St. Johannes der Täufer in der Buchenstraße wurde ab 1949 gebaut. Da der Standort der Vorgängerkirche auf dem heutigen Kirmesplatz zu klein geworden war, wählte man einen neuen Standort in der Buchenstraße. Finanziert wurde der Bau vor allem durch sonntägliche Haussammlungen. 1952 wurde er fertig gestellt und am 14. April desselben Jahres von Bischof Wilhelm Kempf geweiht. Zur Pfarrkirche wurde der Neubau offiziell erst 1979 erhoben, da man den Erlass eines entsprechenden Dekrets schlicht vergessen hatte.

1957 wurde die erste Orgel beschafft, die die Kölner Firma Walter Seifert einbaute. Sie hatte 2 Manuale und 15 Register. Diese Orgel wurde 1997 durch eine elektronische Orgel ersetzt.

1958 goss die Firma F.W. Schilling aus Heidelberg vier Glocken für die Kirche, die in dem Dachreiter über dem Portal aufgehängt wurden. Sie tragen die Namen “Heiligstes Herz Jesu” (Ton d’), “Mutter Gottes” (e’), “Heiliger Josef” (fis’) “St. Johannes der Täufer” (a’).

Im Jahr 1968 wurde die Kirche erstmals renoviert. Die Eingänge und der Vorplatz wurden ausgebaut, für das Innere wurden ein Seitenaltar und ein Taufbecken angeschafft. Die nächste Renovierung fand im Jahr 1977 statt und betraf vor allem den Altarraum der Kirche. Die Arbeiten zogen sich in das Jahr 1978 hinein. Die dritte Innenrenovierung fand 1986 statt. 1988 wurden die Eingänge der Kirche erneuert. Die bislang letzte Renovierung fand im Frühjahr 2009 statt. Dabei wurde die Kirche innen neu gestrichen, ein neuer Fußboden verlegt und alle Bänke abgeschliffen und neu lackiert.

Die Filialkirche Maria Geburt in Elgendorf

Filialkirche Maria Geburt in ElgendorfDie Filialkirche Maria Geburt ist bereits der dritte Sakralbau an dieser Stelle. Vom Vorgängerbau steht heute noch der mächtige Glockenturm. In diesem schlagen vier im Jahr 1958 von der Kapellengemeinde Elgendorf beschaffte Glocken. Sie tragen die Namen “Heiligste Dreifaltigkeit” (Ton a’), “Mutter Gottes” (h’), “Heiliger Josef” (d’‘), “Sankt Georg” (e’‘).

Im Jahr 1969 musste die alte Kirche wegen Baufälligkeit geschlossen werden. 1972 wurde mit den Bauarbeiten an einer neuen Kirche begonnen. 1974 waren die Arbeiten abgeschlossen. 1979 wurde für diese Kirche eine elektronische Orgel angeschafft, die inzwischen durch ein neueres Modell ersetzt worden ist.



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